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Highlight des Sommers: Midnightswimming

Voller Erfolg für eine spontane Idee – Cluburlaub mitten in Alsfeld

ALSFELD (kiri). „Das war der schönste Tag in meinen Sommerferien!“, strahlt Olivia über das ganze Gesicht, ihre Augen leuchten und sie schenkt ihrem Papa ein durch und durch glückliches Lächeln. Vergessen sind der Urlaub und die vielen Ausflüge, die die Familie in den letzten Wochen gemacht haben. Das Midnightswimming am Freitag im Alsfelder Erlenbad – schwimmen, spielen und springen mit all ihren Freundinnen, Freunden und der ganzen Familie – war Olivias Highlight.

Nicht nur für die Achtjährige, auch viele andere Gäste waren begeistert von dem spontanen Angebot des Erlenbadteams an dem Tag, für den 40 Grad Lufttemperatur angekündigt war, das Freibad bis Mitternacht aufzulassen – und das für Gäste, die nach 17 bis 23 Uhr gekommen sind zum Feierabendtarif von lediglich drei Euro.

Auf Initiative der Bäder-Marketingbeauftragten Anja Kierblewski hatten sich Donnerstagnachmittag schnell sechs Festangestellte, Aushilfen und DLRGler bereit erklärt, die Aufsicht für die Nacht am Beckenrand zu übernehmen. Eine herausfordernde Aufgabe, denn auch wenn das Schwimmer- und Springerbecken bei einsetzender Dunkelheit beleuchtet wurde, erfordert die Badeaufsicht noch mehr Konzentration als tagsüber. „Wir müssen die Wasseroberfläche, aber auch den Grund der Becken gut in Sicht haben, damit wir im Notfall zur Hilfe eilen können“, erläutert Betriebsleiter Waldemar Dullson, der an dem Tag bereits mittags seinen Dienst angetreten hatte und ebenfalls wie Michael Weber, Lukas Freidhof, Anke Fey, Mirja Eckstein, Julian Jäger und Emilia Strempel abends noch mal zusätzlich aktiv wurde, um das Badeerlebnis in der heißen Sommernacht den Alsfeldern zu ermöglichen.

Aber nicht nur Alsfelder waren da, die vollgestellten Straßen und Plätze rund um das Schwimmbad zeigten, auch Gäste aus anderen Städten hatten sich auf dem Weg gemacht, um spät am Abend noch Abkühlung im schönen Alsfelder Freibad zu finden. Denn dieses Angebot war kreis- oder sogar hessenweit einmalig – „so einmalig, dass sogar mehrere Radiosender unser Midnightswimming als Veranstaltungstipp mehrmals mitgenommen und in Moderatorengesprächen aufgegriffen haben“, freut sich Anja Kierblewski über den Erfolg des Events.

Und es war auch einmalig: „Es herrscht hier eine Superstimmung! Alle sind nett zueinander, gehen rücksichtsvoll miteinander um, genießen den Abend gemeinsam – selbst wenn man sich vorher nicht kannte. Es hat etwas von Cluburlaub“, meint ein Badegast. Spätestens dann, als nach dem spontan angebotenen, kostenlosen Aquafitnesskurs mit Mirja Eckstein – an die 100 Leute jeden Alters nahmen daran teil – die Musik an blieb und das Schwimmbad chillig beschallte.

Bis 22 Uhr konnten die Gäste alle Becken nutzen, danach wegen der eingesetzten Dunkelheit nur noch das olympische 50-Meter-Becken sowie das Springerbecken, da diese illuminiert waren. „Mitten in der Nacht, unter dem Sternenhimmel Cocktails trinken, schwimmen und sogar vom 5er-Springen hat schon was…“, ist eine Clique junger Erwachsener begeistert, denen der Abschied um Mitternacht richtig schwergefallen ist.

„Es ist ja kein Abschied für immer, wir werden das ganz sicher wiederholen. Ob noch mal im September ist fraglich, aber nächstes Jahr bestimmt. Zu oft wollen wir es auch nicht machen, es soll ja auch ein Highlight bleiben“, kündigt Geschäftsführer Ralf Kaufmann an, der direkt vom Urlaub zum Event kam, um zu schauen, wie es angenommen wird. „Ich war überwältigt! Es war ja nach 22 Uhr noch mehr los als an manchen Sommertagen, wir hatten locker noch 700 Gäste, an dem Tag haben wir die 2000er-Marke wohl geknackt – toll.“

Nicht nur er war begeistert, auch die Resonanz beispielsweise in den sozialen Medien zeigte noch in der Nacht: Es war das Event des Sommers! Alle begeistert und vor allem dankbar: „Danke an alle, die den tollen Abend möglich gemacht haben, ihr seid spitze!“ – lautet der Tenor auf Facebook und Instagram und auch in den persönlichen Gesprächen.

Kierblewski: „Der Dank geht an das Team des Abends, die Teammitglieder haben wirklich einen wahnsinnig guten Job gemacht, konzentriert, engagiert und immer gut gelaunt – ich habe einen riesigen Respekt vor dem Team und seiner Leistung, schließlich haben die Mitarbeiter an dem Tag von 7 bis 24 Uhr das Bad offen gehalten und dazu gehört weit mehr, als ‚nur‘ Aufsicht zu machen. Die Reinigung der Anlagen, Wasseraufbereitung, Technik und vor allem Vor- und Nacharbeiten, die keiner sieht, sind ebenfalls ein wesentlicher Anteil, damit so ein Betrieb überhaupt funktioniert.“