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Grenzenloser Badespaß im Erlenbad auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen

Dank "PandaPool" und Transferhilfe können jetzt auch Rollifahrer baden

ALSFELD (kiri). Das Alsfelder Erlenbad setzt schon seit langem auf Inklusion. Regelmäßig nutzen Einrichtungen wie die Lebenshilfe Alsfeld die Einrichtungen des Sport- und Freizeitbades. Doch nun konnte erneut ein ganz großer Schritt zur gleichberechtigen Teilhabe von Menschen mit Behinderung gegangen werden. Dank großzügiger Spenden und dem unermüdlichen Engagement Vieler wurde dem Erlenbad ein sogenannter Schwimmbad-Lifter "PandaPool" mitsamt der notwendigen Transferhilfe zur Verfügung gestellt.

Ganz vorne an der Spitze derer, die sich dafür eingesetzt haben, steht Gerlinde Grebe, Vorsitzende des Vereins Barrierefreies Alsfeld. Der herrliche Sommer 2018 brachte bei ihr den Stein ins Rollen. Ein Tag heißer als der andere, die Besucherströme ins Alsfelder Freibad rissen kaum ab, doch für Menschen mit Mobilitätseinschränkung oder gar Rollstuhlfahrer war der Weg ins kühle Nass beschwerlich, wenn nicht gar unmöglich. Diesen Umstand wollte Gerlinde Grebe jedoch nicht mehr tatenlos hinnehmen. Sie setzte zahlreiche Hebel in Bewegung, startete öffentliche Aufrufe an die Alsfelder Bevölkerung, sprach Unternehmen an und trat auch erfolgreich mit dem Bürgermeister der Stadt Alsfeld in Kontakt: Bürgermeister Stephan Paule, der auch gleichzeitig Vorsitzender der Alsfelder Bäder GmbH ist, generierte Geldmittel des Landes Hessen und der Stadt Alsfeld.

Außerdem konnten private Spender gefunden werden, die Friedhelm-Wilmes-Stiftung wurde an Bord geholt, die VR-Bank Hessen stellte einen großzügigen Scheck aus, die Lebenshilfe Alsfeld, der Verein Kompass Leben und sogar die Jugendgruppe Reibertenrod unterstützten  Gerlinde Grebe und ihr Anliegen. Mit vereinten Kräften stand dann Ende 2018 tatsächlich der Anschaffung des immerhin 12.000 Euro teuren Hilfsmittels, das Menschen sicher vom Beckenrand ins Becken herunter befördert - ähnlich einem Lift - nichts mehr im Wege. Einzig und allein fehlte es noch an einer Möglichkeit, die Menschen sicher aus dem Rollstuhl in den "PandaPool" umsetzen zu können.

Doch dank der Initiative "Alsfeld erfüllt Herzenswünsche" wurde auch dies realisiert. Julia Schuchard und Christoph Weitzel - vom Vorstand des Vereins - überbrachten die frohe Botschaft noch vor Weihnachten, sodass die Initiatoren gleich ein entsprechendes Modell im Sanitätshaus Frohn bestellen konnten.

Vergangene Woche wurde die Transferhilfe und der Lifter nun endlich seinem Bestimmungsort zugeführt: dem Alsfelder Erlenbad. Mit strahlenden Augen und zurecht voller Stolz übergab Gerlinde Grebe im Beisein der zahlreichen Ehrengäste, Spender, Sponsoren und Förderer die Gerätschaften an Ralf Kaufmann, Geschäftsführer der Alsfelder Bäder GmbH. Anschließend erhielten das Personal des Erlenbads und die Vereine, die zukünftig mit dem Lift arbeiten werden, eine ausführliche Einweisung in die Nutzung der Hilfsmittel, mitsamt eines gelungenen Praxistestes. Dank des mobilen Systems können Badegäste mit einer Gehbehinderung individuell Zugang zum Schwimmbecken finden. Es spielt keine Rolle mehr, ob ein Badegast nun im Nichtschwimmer- oder im Schwimmerbereich ins Wasser gehen möchte - gemäß seinen schwimmerischen Fähigkeiten. Die Hilfsmittel können sowohl im Innenbereich des Hallenbades als auch im Außenbereich des Freibades zum Einsatz kommen. Von nun an heißt es also: grenzenloser Badespaß für Menschen mit Mobilitätseinschränkung im Familienbad in Alsfeld. Gerne darf sich das nun auch über die Grenzen Alsfelds herumsprechen, findet auch Gerlinde Grebe bei der offiziellen Einweihung der Einstiegshilfe.